Auf einen Blick
Die BDRG-Rassetafeln sind ältere Orientierungsquellen (Zwerghühner: Ausgabe 2011), keine aktuellen Leistungsmessungen. Neuere, ausdrücklich zugeordnete Sondervereinsangaben haben Vorrang. Jahreslegezahlen sind keine Garantie. Das Eiergewicht der Tafel wird nicht als gemessener Durchschnitt ausgegeben; ein Mindestbruteigewicht ist nur bei entsprechendem Quellenbeleg so bezeichnet.
Herkunft und Entwicklung
Rudolf Barth begann in den 1920er-Jahren mit der Verzwergung; in den 1950ern wurde die Arbeit unter anderem durch Otto Squarr weitergeführt. Der Sonderverein beschreibt getrennte Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland. Die Zwergform wurde Mitte der 1950er-Jahre durch eine Musterbeschreibung anerkannt.
Rassemerkmale und Körperbau
Der kräftige Rumpf wird aufgerichtet getragen. Ein breiter Kopf mit Augenbrauen, Wulstkamm und dreigeteiltem Bart bestimmt den Ausdruck. Der Hals ist reich befiedert, der Schwanz verhältnismäßig kurz und gut gefüllt.
Charakter und Verhalten
Die Kämpferanmutung ist zunächst eine Formbeschreibung. Verträglichkeit und Verhalten gegenüber Pflegern müssen an der jeweiligen Gruppe beurteilt werden.
Haltung, Bewegung und Gefiederpflege
Der Bart braucht saubere Tränken und Futterstellen. Strukturierter Auslauf und getrennte Rückzugsbereiche erleichtern eine ruhige Gruppenhaltung. Übertreibungen bei Körpergewicht oder Kopfmerkmalen sind für die Gesundheit ebenso wenig hilfreich wie für einen harmonischen Rassetyp.
Verwendungszweck und züchterische Bedeutung
Der neuere veröffentlichte Sondervereinsstandard nennt 1200 g für den Hahn und 1000 g für die Henne. Diese Angaben werden gegenüber dem abweichenden Hahngewicht der älteren Rassetafel bevorzugt.
Anerkannte Farbenschläge
Beispiele sind rotbunt, mahagonifarbig, weiß und schwarz.
Belegstand: BDRG-Verzeichnis 2024. Als Beispiele bezeichnete Angaben sind keine vollständige Farbliste; die verlinkte Standardquelle ist für weitere Farben maßgeblich.
Quellen und Einordnung
Recherchestand: 22. Oktober 2026. Eigenständig formuliertes Rasseporträt. Haltungshinweise sind praktische Ableitungen aus Körperbau und Gefieder; nicht belegte Quadratmeterzahlen, Flugweiten und individuelle Verhaltensgarantien werden nicht ergänzt.