Auf einen Blick
Die BDRG-Rassetafeln sind ältere Orientierungsquellen (Zwerghühner: Ausgabe 2011), keine aktuellen Leistungsmessungen. Neuere, ausdrücklich zugeordnete Sondervereinsangaben haben Vorrang. Jahreslegezahlen sind keine Garantie. Das Eiergewicht der Tafel wird nicht als gemessener Durchschnitt ausgegeben; ein Mindestbruteigewicht ist nur bei entsprechendem Quellenbeleg so bezeichnet.
Herkunft und Entwicklung
Die Zwergform wurde in Deutschland nach dem Vorbild der französischen Crèvecoeur entwickelt. Ihre Geschichte ist nicht mit dem hohen Alter der normannischen Großrasse gleichzusetzen. In der organisierten Zucht wird sie vom Sonderverein der Seidenhühner und Zwerg-Haubenhühner betreut.
Rassemerkmale und Körperbau
Haube, Bart und kleiner Hörnerkamm prägen den Kopf. Der volle, breite Körper wirkt kräftiger als der vieler leichter Haubenzwerge. Das schwarze Gefieder kann im Licht grünlich glänzen; unbefiederte Läufe vervollständigen den dunklen Gesamteindruck.
Charakter und Verhalten
Ein dicht befiederter Kopf kann Reaktionen des Tieres schwerer lesbar machen. Verlässliche rasseweite Temperamentsmessungen werden in den benutzten Standardquellen nicht angegeben.
Haltung, Bewegung und Gefiederpflege
Freie Sicht und saubere Kopffedern sind grundlegende Anforderungen. Tränken sollten den Bart nicht dauerhaft durchnässen. Ein überdachter trockener Bereich hilft, die Haube auch bei nasser Witterung zu pflegen; der Auslauf muss dennoch Bewegung und Futtersuche ermöglichen.
Verwendungszweck und züchterische Bedeutung
Die Zwergzucht bewahrt den besonderen französischen Kopfputz in kleinerem Format. Für die Typbeurteilung zählen auch Körperbreite und Haltung; die Haube allein unterscheidet die Rasse noch nicht hinreichend von anderen Haubenzwergen.
Anerkannte Farbenschläge
Schwarz.
Belegstand: BDRG-Verzeichnis 2024. Als Beispiele bezeichnete Angaben sind keine vollständige Farbliste; die verlinkte Standardquelle ist für weitere Farben maßgeblich.
Quellen und Einordnung
Recherchestand: 22. Oktober 2026. Eigenständig formuliertes Rasseporträt. Haltungshinweise sind praktische Ableitungen aus Körperbau und Gefieder; nicht belegte Quadratmeterzahlen, Flugweiten und individuelle Verhaltensgarantien werden nicht ergänzt.