Auf einen Blick
Die BDRG-Rassetafeln sind ältere Orientierungsquellen (Zwerghühner: Ausgabe 2011), keine aktuellen Leistungsmessungen. Neuere, ausdrücklich zugeordnete Sondervereinsangaben haben Vorrang. Jahreslegezahlen sind keine Garantie. Das Eiergewicht der Tafel wird nicht als gemessener Durchschnitt ausgegeben; ein Mindestbruteigewicht ist nur bei entsprechendem Quellenbeleg so bezeichnet.
Herkunft und Entwicklung
Heinrich Knöll begann nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Verzwergung. Kleine Altsteirer und Zwerg-Welsumer gehörten zum Ausgangsmaterial; Deutsche Zwerghühner kamen hinzu. 1961 wurde der wildbraune Farbenschlag anerkannt. Die Zwergform ist somit wesentlich jünger als die steirische Großrasse.
Rassemerkmale und Körperbau
Ein kleiner Federschopf ergänzt den Einfachkamm. Der längliche, kräftige Körper steht auf unbefiederten Läufen; Brust und Bauch sind gut entwickelt. Beim Hahn heben sich die Behänge und der besichelte Schwanz von der eher schlichten Landhuhnfigur ab.
Charakter und Verhalten
Der Schopf ist ein Zuchtmerkmal und kein Hinweis auf ein ruhiges Temperament. Die Gewöhnung an Menschen sollte mit langsamem, regelmäßigem Kontakt erfolgen.
Haltung, Bewegung und Gefiederpflege
Scharrflächen und Deckung bieten Beschäftigung. Der Schopf darf die Sicht nicht einschränken. Bei der Gruppenzusammenstellung sind die tatsächliche Aktivität und Verträglichkeit wichtiger als die geringe Körpergröße.
Verwendungszweck und züchterische Bedeutung
Ziel war eine kleine Ausgabe des steirischen Nutz- und Ausstellungshuhns. Der Erhalt des Schopfes allein reicht nicht: Körperform, Eierleistung und gesunde Aufzucht gehören ebenfalls zur Zucht.
Anerkannte Farbenschläge
Wildbraun, weiß und gesperbert sind im ausgewerteten deutschen Verzeichnis aufgeführt.
Belegstand: BDRG-Verzeichnis 2024. Als Beispiele bezeichnete Angaben sind keine vollständige Farbliste; die verlinkte Standardquelle ist für weitere Farben maßgeblich.
Quellen und Einordnung
Recherchestand: 22. Oktober 2026. Eigenständig formuliertes Rasseporträt. Haltungshinweise sind praktische Ableitungen aus Körperbau und Gefieder; nicht belegte Quadratmeterzahlen, Flugweiten und individuelle Verhaltensgarantien werden nicht ergänzt.