Auf einen Blick
Gewichte sind Zuchtrichtwerte beziehungsweise ausdrücklich bezeichnete Orientierungswerte. Bruteier-Mindestgewichte sind keine durchschnittlichen Eigewichte. Jahreslegezahlen hängen von Linie, Alter und Haltung ab; ältere Rassetafeln liefern keine aktuelle Leistungsmessung.
Herkunft und historische Entwicklung
Ohiki sind seit Beginn des 18. Jahrhunderts in Koochi in Südjapan nachgewiesen. 1995 kamen sie nach Deutschland. Nach ihrer Vorstellung auf der Deutschen Zwerghuhnschau 1997 wurden gold- und silberhalsige Tiere anerkannt. 2001 gründete sich der Internationale Ohiki-Club.
Körperbau und Rassemerkmale
Der breite Körper steht tief über kurzen Schenkeln. Ein Einfachkamm, helle Ohrscheiben und weidengrüne, unbefiederte Läufe kennzeichnen die Rasse. Beim Hahn reichen schmale, weiche Sichel- und Sattelfedern bis auf den Boden; die Henne zeigt einen gut gerundeten Schwanzabschluss.
Farbenschläge und Belegstand
Goldhalsig und silberhalsig sind im veröffentlichten Standard des Ohiki-Clubs beschrieben. Form und Gefiederbildung haben dort gegenüber kleineren Farbabweichungen Vorrang.
Charakter und Verhalten
Ein belastbarer, für alle Linien geltender Charakterbefund liegt in den herangezogenen Standardquellen nicht vor. Verhalten und Verträglichkeit sollten deshalb an den konkreten Tieren beurteilt werden.
Haltung und Besonderheiten
Aus dem bodennahen Schmuckgefieder ergeben sich besondere Anforderungen: trockene Einstreu, saubere Laufwege und Schutz vor dauerhaft schlammigem Boden. Einrichtungen sollten leicht erreichbar sein und lange Federn nicht einklemmen. Bewegungsraum zum Scharren gehört auch bei Ausstellungstieren dazu.
Nutzung und Zuchtzweck
Ohiki werden vor allem wegen ihres eigenständigen Typs und ihres Schmuckgefieders erhalten. Die Legezahl der BDRG-Tafel ist ein Richtwert, keine nachgewiesene Jahresleistung jeder Henne.
Schon gewusst?
Die Federschleppe gehört zum Hahn; die Henne besitzt keine gleich lange Schwanzzier.
Quellen und Weiterlesen
Eigenständig formuliertes Rasseporträt. Recherchestand: 22. Oktober 2026. Historische Standardfassungen und belegte Farbbeispiele sind im Text als solche gekennzeichnet.