Digitales Rasselexikon

Ko Shamo

Aufrechte japanische Urzwerge mit knappem Gefieder und markantem Kopf.

← Zurück zum Rasselexikon

Auf einen Blick

HerkunftJapan
TiergruppeZwerghuhn
Gewicht Hahn800–1000 g
Gewicht Henne600–800 g
Jährliche LegeleistungEtwa 90 Eier jährlich als Rasse-Richtwert.
Eiergewicht und SchalenfarbeCremefarbig bis bräunlich; Bruteier-Mindestgewicht 30 g.

Gewichte sind Zuchtrichtwerte beziehungsweise ausdrücklich bezeichnete Orientierungswerte. Bruteier-Mindestgewichte sind keine durchschnittlichen Eigewichte. Jahreslegezahlen hängen von Linie, Alter und Haltung ab; ältere Rassetafeln liefern keine aktuelle Leistungsmessung.

Herkunft und historische Entwicklung

Ko Shamo stammen aus Japan und sind eine eigenständige kleine Kämpferrasse. In Deutschland wurden sie 1990 zunächst als Ko Gunkei anerkannt. Seit den 1980er-Jahren beschäftigten sich europäische Züchter intensiver mit ihnen; der deutsche Sonderverein wurde 1991 gegründet.

Körperbau und Rassemerkmale

Kennzeichnend sind die steile Haltung, der lange Hals, breite Schultern und sehr kurze, feste Federn. Das Brustbein bleibt teilweise unbefiedert. Walnusskamm, kräftige Augenbrauen und helle Augen prägen den Kopf. Der kurze Schwanz kann aufgebogene untere Steuerfedern zeigen; die rassetypische Flügellücke gehört zum Erscheinungsbild.

Farbenschläge und Belegstand

Der vom Sonderverein veröffentlichte Standard (Stand 2015) beschreibt unter anderem gold-weizenfarbig, silber-weizenfarbig, weiß und schwarz. Dies sind belegte Beispiele, keine vollständige aktuelle Liste.

Charakter und Verhalten

Ko Shamo sind sehr lebhaft und zeigen ausgeprägtes Imponierverhalten. Die kleine Körpergröße macht die Zusammenstellung einer Gruppe nicht automatisch einfach.

Haltung und Besonderheiten

Aus ihrer knappen Befiederung folgt besonderer Schutzbedarf bei Nässe und Kälte. Ein trockener, zugfreier Stall und strukturierter Auslauf sind sinnvoll. Unverträgliche Tiere müssen getrennt werden können; mehrere erwachsene Hähne sollten nicht unkontrolliert zusammengesetzt werden.

Nutzung und Zuchtzweck

Im Mittelpunkt stehen die Erhaltung des japanischen Typs und die Rassezucht. Die Legeleistung ist ein Orientierungswert und kein Versprechen für einzelne Hennen.

Schon gewusst?

Ko Gunkei ist die frühere deutsche Anerkennungsbezeichnung dieser Rasse und kein zusätzlicher Lexikoneintrag.

Quellen und Weiterlesen

Eigenständig formuliertes Rasseporträt. Recherchestand: 22. Oktober 2026. Historische Standardfassungen und belegte Farbbeispiele sind im Text als solche gekennzeichnet.

← Alle Rassen entdecken