Digitales Rasselexikon

Ayam Cemani

Eine außergewöhnliche Hühnerrasse aus Indonesien

Herkunft Indonesien
Rassegruppe Großhühner
Ursprungsgebiet Insel Java
Besonderheit Ausgeprägte schwarze Pigmentierung

Eine außergewöhnliche Erscheinung

Der Ayam Cemani gehört zu den außergewöhnlichsten Hühnerrassen der Welt. Die aus Indonesien stammende Rasse fällt bereits auf den ersten Blick durch ihre intensive dunkle bis schwarze Erscheinung auf.

Nicht nur das Gefieder ist schwarz. Auch Kamm, Kehllappen, Gesicht, Schnabel, Haut und Läufe weisen eine sehr starke dunkle Pigmentierung auf. Dadurch entsteht das für den Ayam Cemani typische nahezu vollständig schwarze Erscheinungsbild.

Das Gefieder soll möglichst gleichmäßig schwarz erscheinen und kann bei entsprechendem Lichteinfall einen auffälligen grünlichen Glanz zeigen. Gerade dieser metallische Glanz verleiht den Tieren ein besonders elegantes Aussehen.

Warum ist der Ayam Cemani so schwarz?

Die außergewöhnliche Färbung wird durch eine genetische Besonderheit verursacht, die als Fibromelanose bezeichnet wird. Dabei kommt es zu einer besonders starken Einlagerung dunkler Pigmente.

Diese Pigmentierung beschränkt sich nicht nur auf das Gefieder und die äußerlich sichtbare Haut. Auch verschiedene Gewebe im Körper können ungewöhnlich dunkel pigmentiert sein.

Übrigens:
Eine immer wieder erzählte Behauptung stimmt nicht: Das Blut des Ayam Cemani ist nicht schwarz. Es ist – wie bei anderen Hühnern auch – rot.

Körperbau und Erscheinungsbild

Ayam Cemani besitzen einen schlanken und eleganten Körperbau. Die aufrechte Haltung und die harmonischen Proportionen verleihen den Tieren ein lebhaftes und zugleich edles Erscheinungsbild.

Besonders auffällig ist die Kombination aus schwarzem Gefieder, dunklem Gesicht, dunklem Kamm und Kehllappen sowie den dunklen Läufen. Für das typische Erscheinungsbild der Rasse ist eine möglichst gleichmäßige dunkle Pigmentierung von großer Bedeutung.

Herkunft und Name

Die Heimat des Ayam Cemani liegt in Indonesien. Die Rasse wird insbesondere mit der indonesischen Insel Java in Verbindung gebracht.

Auch der Name weist auf die Herkunft hin. Das indonesische Wort „Ayam“ bedeutet „Huhn“.

Die außergewöhnliche Erscheinung der Tiere machte die Rasse weit über ihre ursprüngliche Heimat hinaus bekannt. Heute wird sie auch in Europa von Liebhabern und Züchtern gehalten.

Haltung und Wesen

Ayam Cemani gelten als aktive, aufmerksame und bewegliche Hühner. Wie bei anderen Hühnerrassen profitieren die Tiere von ausreichend Platz, Beschäftigungsmöglichkeiten und einem abwechslungsreich gestalteten Auslauf.

Bei Züchtern und Liebhabern steht insbesondere die Erhaltung des charakteristischen Erscheinungsbildes und der außergewöhnlichen Pigmentierung im Mittelpunkt.

Schon gewusst?

Die schwarze Erscheinung des Ayam Cemani ist nicht einfach nur eine besonders dunkle Gefiederfarbe. Durch die Fibromelanose reicht die starke Pigmentierung weit über das Gefieder hinaus. Genau diese Besonderheit macht die Rasse unverwechselbar.
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